Abenteuer Garmisch-Partenkirchen mit Adidas Terrex 

Vor etwa einem Monat war es, da saß ich im Zug und fuhr Richtung Garmisch-Partenkirchen. Mich begleitet hat Monster. Mein riesengroßer geliebte Rucksack namens Monster. Zu diesem Zeitpunkt hatte er etwa 20 Kilo und war gefüllt mit einen Daunen Schlafsack, warmen Unterhosen…

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mein Monster-Rucksack
… eigentlich war ich ausgerüstet für eine Polarexpedition. Ich wusste nicht was mich genau erwartet. Ich wusste nur, dass ich in einem Baumzelt schlafen werde. Draußen. Ohne richtigem Dach überm Kopf, im Winter und noch dazu alleine.Da kommen natürlich einige Punkte zusammen, die nicht gerade für mich sprechen. Baumzelt? So in der Höhe? Und dann auch noch schlafen? Und man glaubt es kaum, aber ich habe geschlummert wie eine Prinzessin. So ein Baumzelt ist zwar wackelig, aber viel angenehmer als ein Zelt am Boden. Denn in der Luft kann mich kein Stein in den Hintern pixen und auch keine Wurzeln das angenehme „in den Schlafsack kuscheln“ stören.

 


Ok, ich muss zugeben so wirklich hoch hing das Baumzelt nicht, aber hoch genug um in der Luft zu sein. Wenn keiner drinnen lag, hing jetzt etwa auf Brusthöhe. Als wir drinnen lagen, war es natürlich tiefer. Wie tief weiß ich nicht, ich lag ja drinnen 😉

 

Alleine hätte ich wahrscheinlich so ein Abenteuer nicht begangen. Auch meine bessere Hälfte hätte mich nicht dazu gebracht meine Höhenangst zu überwinden und in einem Baumzelt zu übernachten. Hätte er mich gefragt, hätte ich ihn wahrscheinlich als dumm bezeichnet und wäre laut lachend davon gelaufen. Aber wenn Adidas Terrex fragt, ob ich ein Abenteuer will und ob ich Spaß in der Natur will, dann klingt das schon verlockend. Die Übernachtung in diesen Baumzelt war natürlich nur der Anfang einer großen Geschichte von neuen Freunden, Feuer, Eis und Lagerfeuer-customized trailrunning shoes.

Vor dem Abenteuer „Baumzelt“ würden wir alle am Feuer vom Feinsten verköstigt und auch die eine oder andere Lagerfeuergeschichte rund um die Abenteuer der anderen Teilnehmer wurde erzählt. Nepal, Eisklettern, Hochzeiten und vieles mehr. Da klingen meine Abenteuer plötzlich unbedeutend klein. Aber wie kann etwas für mich so großes plötzlich so klein wirken? Wie können all die Freudentränen und Angsthasenmomente unbedeutend werden? Alles Blödsinn! Manchmal geht mein Kopf mit mir durch. Wahrscheinlich weil ich die aller mickrigste Bloggerin war, die in dieser Runde mitlauschte und ich immer gleich hysterisch werde. Kopf aus, Leben an!

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Der Eibsee am Fuße der Zugspitze.
Der nächste Tag begann wieder am Lagerfeuer, dieses Mal mit Kaffee statt Bier ;). Und der nächste Schreck folgte: Mountainbiken 🚵🏼 !!! Ich und Radfahrern haben eine sehr einseitige Beziehung. Gerade und bergab Strecken (nur auf Asphalt) mag ich sehr und dann düse ich mit meinem Drahtesel wie wild herum. Bergauf jedoch geh ich kläglich und peinlich ein. Steine und Wurzeln sind auch hier nicht meine Freunde… Gott was da alles passieren kann. Aber gut, nach ewigem Herumgesudere hab ich dann einfach meinen Leih-Esel geschnappt und bin mit der Gruppe mit. Und siehe da, es geht doch. Schöne gerade Strecken, kleine Hügelchen und hier und da ein netter Plausch. So ein Mountainbike Ausflug ist ja super nett 🙂 bis dann „der Berg“ alias großer Hügel daher kam. Aber: wer liebt der schiebt und ganz egal wie man hoch kam, belohnt wurden wir alle mit dem wunderschönen Eibsee am Fuße der Zugspitze. Ein herrliches Fleckerl, so ruhig und wahnsinnig besinnlich (auch ohne Schnee und Eis).

 

Nach einer kleinen Stärkung ging’s rauf auf die Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands. Eigentlich liegt die Zugspitze nur einen Katzensprung von mir zuhause entfernt und doch war ich noch nie hier – ziemlich schade eigentlich, denn der Berg ist wunderschön, etwas touristisch, aber wirklich wahnsinnig schön. Tja, da hatten die Organisatoren auch wirklich ein Kaiserwetter bestellt: Sonne und fetzblauer Himmel!!

Herz was willst du mehr?
   Ein Gipfelkreuz bitte und weg mit den Touris, bitte!
Kein Problem, kannst’e haben.

Und um den Wunsch zu erfüllen, schnallten wir uns alle Steigeisen an und stampften rauf auf den Schneefernerkopf. Da oben sind dann keine Touris mehr und all der Lärm und Trubel bleibt unten. Welt aus – Berg an!

 

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