2 weeks to go #linzmarathon2016

Linz Marathon / Klaus Mitterhauser www.klaus-mitterhauser.at

Nervosität, Angst und ein Brocken Motivation

In den letzten Woche habe ich das Training etwas schleifen lassen. Dazu kommt, dass im ca. 2 Wochen der Linz Marathon auf dem Programm steht und ich für die volle Distanz angemeldet bin. Resultat: Nervosität, Angst und ein Brocken Motivation, der sich eher nach „Kloß im Hals“ anfühlt.

Hab ich genug trainiert und hab ich ausreichend Kilometer in den Beinen um den Linzmarathon zu rocken? Wie viel haben mich die Krankenstände und der Hunde-Urlaub gekostet? Fragen über Fragen drehen sich in meinem Kopf und ich habe das Gefühl nichts zu wissen. Ich fühle mich wie vor meinem ersten Halbmarathon, so unsicher und naiv.

Rückblick Halbmarathon Linz 2015:

Letztes Jahr wollte ich in Linz den Halbmarathon laufen. Mein Ziel war eine Zeit rund um 1:50:00 und ich bin bis Kilometer 14 gut vorangekommen. Ich war sogar ziemlich schnell für meine Verhältnisse und das Wetter war optimal. Aber meine Schuhe zwangen mich zum Aufgeben. Ich spürte schon schnell, dass es etwas nicht ganz stimmte. Obwohl ich meine eingelaufenen Schuhe und Kompressionssocken, die ich schon seit 2 Jahren hatte, getragen habe war das Resultat des Halbmararthons ernüchtern: DNF und dicke, blutige Blasen an den Fußsohlen. Wäre ich nicht 3 Woche nach dem Lauf Richtung Jakosbweg aufgebrochen, hätte ich mich vielleicht sogar durch die letzten 7km gequält. Aber die Vorstellung 300 km zu Pilgern und schon von zuhause Blasen mitzubringen, war furchtbarer als die Schande mit einem DNF zu leben.

Rückblick Salzkammergut Marathon 2015:

Ende der Saison 2015 wollte ich es dann noch einmal wissen und versuchte mich am Salzkammergut Marathon und kassierte mein 2. DNF in diesem Jahr. Ich ging mit der Einstellung ins Rennen, dass alles möglich sei und wenn nicht, dann nicht. Und raus gekommen ist eine große Erfahrung. Ich habe schmerzhaft gelernt, dass ein Marathon nicht nur mit den Beinchen und der Motivation im Kopf gelaufen wird, sondern dass auch alles, was dazwischen liegt mitspielt. Mein Rücken war nicht stark genug und die Schmerzen strahlten aus. Ich trainiere seither brav meine Rumpfstabilität und das Gefühl im unteren Rücken wird immer besser und fester.

Und nun…:

Tja… und da bin ich nun wieder. Die Saison beginnt mit dem Linzmarathon. Eine Strecke auf der ich schon einmal aufgeben musste und eine Distanz, die mich auch letztes Jahr herausforderte. Der Weg ist das Ziel … mhm oder so. Aber auch das Ziel ist das Ziel, immerhin gibt’s dort dann ein Finisher-Bierchen und Kuchen. Wer irgendwo in der Mitte aussteigt, der kriegt kein Bier, keinen Kuchen und leider auch kein Happy-Päppy-Glückgefühl.

Darum ist dieses Mal nicht der Zielbogen mein Ziel, sondern dieses Gefühl, das man bekommt, wenn man angekommen ist. Dieses ich-bin-verliebt-Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl, das sich dann über den gesamten Körper verbreitet und einen selbst ganz müde und auch ein bisschen langsam macht. Genau das will ich haben!

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