Blog

Berg

Großvenediger – Mamas erster 3000er

Manchmal braucht man einfach ein bissl extra Motivation. Meine Mama hat immer gesagt, dass sie es nie auf eine Hochtour schafft und das obwohl Gletscher eine faszinierende Anziehung auf sie haben. Tjo, und nachdem wir meiner Mama immer Dinge schenken, die sie nicht haben will, aber eigentlich doch – haben wir ihr zu Weihnachten eine Tour auf den Großvenediger geschenkt. Seither war sie komplett gaga im Kopf und hat sich bestimmt jedes Youtube-Video und jeden Tourenbericht dazu durchgesehen.  Ihr Gemütszustand wechselte zwischen Panik, Vorfreude und ein bissl Schiss.

Read more „Großvenediger – Mamas erster 3000er“

sponsered

Inov8 Trailroc 285 getestet

In den letzten Wochen durfte ich den innere Trailroc 285 testen. Der Schuh ist neu und erst seit einigen Wochen auf den Markt. Inov8 hat mir den Schuh zu Verfügung gestellt (Danke 😘) und ich hab ihn auf unterschiedlichen Strecken getestet. Ganz im Gegenteil zu den bisherigen Schuhen von Inov8, die ich bei mir zu Hause rum liegen habe, ist der Schuh eher fest im Fersenbereich und trotzdem laufbar.

Read more „Inov8 Trailroc 285 getestet“

Berg

Touristen-Wanderung in Courmayeur

Ich habe wohl schon zur Genüge herumgejammert, weil ich dieses Jahr meine großen Ziele absagen musste. Knie hin oder her, mittlerweile lässt es sich schon wieder recht gut laufen und natürlich auch bergsteigen. Trotzdem fand ich es bei unserem Urlaub in Courmayeur schon ziiiemlich schwer, kürzer zu treten. Bei der Umgebung auch nicht verwunderlich.

Read more „Touristen-Wanderung in Courmayeur“

Laufen

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Dinge über die ein Sportler gerne spricht

Jede Sportart hat so ihre Eigenheiten, doch bei den Läufern und noch mehr bei den Ultraläufern gibt’s eine Menge an Kuriositäten. Der Körper rennt, der Kopf beginnt zu denken, grübeln und irgendwann whoop… kommt diese Leere und alles Stressige ist plötzlich weg. Dieses Gefühl kennen alle Läufer, egal ob Ultra-, Trail-, Bahn- oder Stadtpark-Läufer. Genauso wie das Glücksgefühl danach – genannt Runners-High. Das tritt übrigens nicht nur nach dem Laufen auf, sondern unser Körper spuckt generell nach dem Sport eine Ladung Endorphine aus.

Die ungeschminkte Wahrheit

Manchmal aber, da bringen all die Glückshormone nichts, wenn beispielsweise die Schuhe Blasen bereiten oder noch schlimmer, man sich wund scheuert. Ja genau! Vom Wundscheuern spricht nämlich niemand. Kein Läufer wird davon gern berichten. Blasen an den Füßen sind noch eher salonfähig, aber der umgangssprachliche „Wolf“ – egal wo – wird selten thematisiert. Und glaubt mir, der kommt viel öfter vor als ihr denkt.

Die Haut wird immer beansprucht, denn sie ist unsere Hülle und das größte Organ des Menschen. Beim Laufen wir sie ganz besonders beansprucht, da du immer wieder die gleiche Bewegung wiederholst und die Problemstellen dadurch permanent gereizt werden. Typische Bereiche sind Oberschenkel, Arme und Füße, aber auch der Brustkorb. Eine solche Dauerbelastung hält deine Haut nicht lange aus. Es entstehen Wunden bzw. offene Stellen und Blasen. Diese sind nicht nur sehr unangenehm, sondern machen jede Sporteinheit zur Qual. Besonders tragisch ist, wenn’s im Wettkampf passiert. Jede Kleinigkeit, die dich dann aus dem Konzept bringt kostet Zeit und Nerven.

Lösung?

Zum Glück gibt’s für solche Fälle auch Lösungen. Wenn’s mal brennt, brennt’s und da hilft auch nicht mehr viel außer Wund-und-Heil-Salbe bzw. Blasenpflaser. Schlau ist der, der präventiv was tut! Die gute alte Vaseline, die man oft noch in den Wettkampf-Taschen sieht, hilft leider gar nicht und gibt dazu noch hässliche Flecken auf der Kleidung. Außerdem verstopft Vaseline die Poren und lässt die Haut nicht atmen. Kann die Haut nicht optimal atmen verliert sie an Elastizität und das Resultat sind erst recht wieder aufgescheuerte Stellen.

Besser ist man nimmt ein professionelles Anti-Charfing Gel, das schweiß- und wasserfest ist. Ich hab gerade das 2skin pjuractive im Test und bin bisher echt zufrieden ;).

Also, keine Angst vorm bösen Wolf 😉

Allgemein

ein ultramädchen im Fitness-Studio? Jaaa!

Dass ich mal ins Fitnessstudio geh, hät‘ wohl keiner gedacht. Immer war „Draußen“ mein Gym und schon beim Gedanken in eine muffige Muckibuden zu gehen, bin ich spontan noch 10 km extra gelaufen. Aber die klassischen Studios haben ihr Image und auch das Angebot schon längst geändert. Vorbei sind die Zeiten von reinen Muskel-Pump-Stationen und nahezu frauenleeren Studios. Mittlerweile gibt’s neben den Trainingsgeräten auch viele Kurse (Aerobic bis Zumba, Yoga und HiiT), Trainingsbereiche für Bodyweight Übungen und sogar ein Spa. Wem das nicht genügend Gründe für einen Besuch im Fitnessstudio sind, der sollte mal weiterlesen 😉

Read more „ein ultramädchen im Fitness-Studio? Jaaa!“

Berg

Ein Bett im Baumzelt

Irgendwie sind wir schon alle sehr komisch. Wir wünschen uns Inspiration, möchten schöne Träume und wir stellen uns wildromantische Abenteuer vor. Aber dann gehen wir in unsere Bunker, legen uns in einen dunklen, verschlossenen Raum mit der Hoffnung, dass unser Geist von der weißen Wand über unserem Kopf inspiriert wird und uns bunte, aufregende, schöne oder einfach nur entspannende Träume bringt.

 

Auf der Suche nach dem Traum am Baum

Endlich war ich dann wieder fit für kleine Abenteuer und packte meine 7 Sachen, die bessere Hälfte und das Baumzelt von Tentsile ein. Große Berge kann ich leider immer noch nicht erklimmen, aber die Natur „vor der Haustüre“ hat schon so viel zu bieten.

Wer kennt es nicht? Nachts im Wald lauert hinter jedem Busch ein Monster. Es raschelt und whoop schnellt der Puls auf 180 bpm. Im Endeffekt handelt es sich meist nur um eine Waldkatze oder Mister Laubfrosch. Die Waldbewohner haben, wie schon Mama immer sagte, viiiel mehr Angst vor mir, als ich vor ihnen. Mit diesen Worten im Kopf begaben wir uns auf die Suche nach dem Traum-Himmelszelt in den Wald.

Schritt 1: Finde den Wald

Generell ist es garnicht so schwer in Österreich einen Wald zu finden. Viel schwieriger haben wir es uns vorgestellt, die richtigen Bäume zu finden. Diese sollten im richtigen Winkel und Abstand zu einandern sein und die entsprechende Dicke mitbringen. Wie von der Tarantel gestochen, nervös sind wir gewandert und haben vor lauter Wald die Bäume nicht mehr gesehen. Zu groß, zu schief, zu gruselig… für jedes Baum-Trio fanden wir eine Ausrede. Ob uns wohl die Angst packte?
Nein – eigentlich ist es ganz einfach, fast alle Baum-Trios hätten einen perfekten Baumzelt-Platz ergeben. Man kann also fast überall, wo’s Bäume gibt auch Baumzelten. Was man sich beim Baumzelten sparen kann, ist auf den Boden zu achten. Egal ob Schräglage, Wurzeln, Steine, Baumstumpen, Brennesseln oder ein kleiner Bach… man entschwebt diesen Sorgen.
Wir wollten jedoch den Wald und seine Bewohner nicht ganz stören und haben uns bewusst für einen Platz am Waldrand entschlossen.

Schritt 2: Baumzelt-Aufbau

Jetzt heißt’s ran an die Spanngurte und Baumschoner – zum Glück ist die Aufbauanleitung laminiert mit dabei. Im Großen und Ganzen ist es gar keine Hexerei und dauert genauso lange, wie ein normales Boden-Zelt. Trotzdem gibt es eins, auf das man achten sollte. Der Knoten: Er ist eigentlich nicht schwer, aber wenn man ihn falsch macht, plumpst man schnell zu Boden oder man bekommt das Ding einfach nicht mehr auf. Merksatz: Erst Knoten üben, dann Baumzelten!
Wir haben uns nach langem Hin-und-Her dann für die oben-ohne Variante entschlossen. Denn wir wollten, dass uns die Sterne (er-)leuchten. Klingt erstmal kitschig, ist es auch. Und es ist schön. Und entspannend. Und und und und …

Schritt 3: Schlafen

Nach getaner Arbeit, heißt’s erstmal Jausnen 🙂  und dann mit vollem Bauch ab ins Bettchen… ähm: rauf ins Zelt.
Ein bissl schunkert das Baumzelt schon, ähnlich wie bei einer stark gespannten Hängematte. Wenn dann aber mal beide drin liegen, wird’s gemütlich. Bei unserer Baum-Nacht war es ziemlich warm und so haben wir auf Schlafsack und Isomatte verzichtet und uns nur in unsere Hüttenschlafsäcke gekuschelt.
Kaum war das Licht aus, begann es im Wald zu Knistern und Knaxen. Allein hätte ich mich wahrscheinlich zu Tode gefürchtet und wäre wie ein kleines Kind heim zur Mama gelaufen. Aber gemeinsam mit meiner besseren Hälfte war’s ok. Anfangs war ich schon noch sehr hellhörig, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an den Wald und kann total abschalten. Der Lärm der Autos ist eigentlich viel beängstigender als das rege Nachtleben der Natur.

Schritt 4: Entspannt aufwachen

Gegen 4 Uhr 30 geht die Sonne auf, der Wald lichtet sich und wer oben-ohne schläft wird wach. Eigentlich ist das garnicht meine Zeit und ich würde mich gern noch mal umdrehen. Aber draußen ist dieser „ich will nicht aufstehen“-Gedanke nicht da und so steige ich entspannt aus dem Zelt.
Komisch eigentlich, dass ich nicht viel öfter draußen schlafe?

 

* An diesem Punkt möchte ich noch mal Danke an Bernhard von lebe-abenteuerlich.de sagen, der uns das Tensile Baumzelt zur Verfügung gestellt hat!

die Couch mein Grab

wie hilflos kann man als Hinkebein sein?

Hilfloser Total-Depp?

Als Hinkebein bewaffnet mit Krücken ist man komplett hilflos im Alltag. Kaffee aufm Sofa trinken? Dazu einen Kuchen und oooh Wasserglas in der Küche vergessen? Tja, wer beide Hände mit Krücken voll hat, muss erfinderisch werden. Gott sei dank gibts Rucksäcke, Schraubgläser und dichte Tupperdosen, Thermosbecher und liebe Menschen. Denn ohne die würde man die Kaffeetasse direkt vor der Maschine trinken müssen – so wie ich am ersten Tag allein daheim 🙂

Meine top Hinkebein-Tools:

1. Rucksack

Ohne Rucksack geht garnichts! Alles was man von A nach B transportieren will, muss in eine Tasche oder Rucksack. Klar, die letzten Jahre habe ich vom Trailrunning-Trinkgürtel bis zum extra-großen Pilgerrucksack so allerhand Rucksäcke gesammelt. Doch wenn man schon recht unsportlich humpelt, dann fühlt sich so ein Funktionsrucksack plötzlich garnicht mehr so passend an. Auch im Alltag mit pinkem Röckchen (weils die Schiene schön kaschiert) passt der Salomon Hydration-Belt irgendwie nicht so ganz.

Daher habe ich den Kamarg Rucksack lieben gelernt. Der sieht nicht nur hübsch aus und erinnert mich etwas an den alten Wanderrucksack meiner Tante, sondern ist mittlerweile auch schon wasserabweisend und bietet Platz für Laptop, Thermosbecher und Hundeleckerli.

2. Thermosbecher, Trinkflaschen und Tupperdosen

Wie schon oben beschrieben sind Getränke nicht gerade Krücken-freundlich, daher muss alles was man irgendwie nicht direkt „an der Quelle“ trinken möchte in ein dicht verschließbares Gefäß, ab in den Rucksack und damit zurück auf die Couch!

Selbiges gilt natürlich auch für’s Essen. Am besten gleich von der lieben Mama vorkochen lassen und aus der Transport-Tupperbox essen. Aber Achtung, wenn die Mama die Tupperdosen nicht schnell zurück bekommt, kenn sie kein Erbarmen – egal ob man noch „behindert“ oder schon wieder fit ist.

3. Hilfsarbeiter mit Herz <3

Das aller wichtigste Tool für Hinkebeinchen ist der Hilfsarbeiter. Er kocht, putzt, bringt Sachen an die Couch, hört sich das Gesudere an und ganz wichtig: er räumt alles vom Boden auf, was runtergefallen ist. Nebenbei muss er noch Wäsche waschen, den Garten pflegen und einkaufen. Er muss auch Schokolade und Kekse kaufen und sich dann beschimpfen lassen, weil ein Hinkebein ja keine Kalorien verbrennt und daher vom Süßkram dick wird. Jaja, der Hilfsarbeiter muss so einiges aushalten und daher starke Nerven und ein gutes Herz haben.