Monday thoughts | Kopfarbeit

Kopfarbeit

Letztens hatte ich wohl einen der miesesten Läufe überhaupt. Mit einem durchschnittlichen 6:00 pace auf gut 15 km zwar keine Weltreise, aber ich steigere mich wieder. Auch wenn’s kein Sonnenschein war, geregnet hat es auch nicht. Also alles in allem garnicht so übel, oder?

Mieser Tag – mieser Lauf?

Trotzdem waren es extrem unangenehme eineinhalb Stunden seit langem. Nebeneinander her zu laufen und sich kein Wort zu sagen … einfach nur die Schritte in den Asphalt klopfen und die Kilometer herunterzuspulen … Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug. Das war nicht nur recht eintönig und fad sondern irgendwie auch deprimierend. Warum mach ich das überhaupt und macht sowas überhaupt irgendwem Spaß? Ahh… wenn ich kein Ziel hätte, würde ich das doch niemals machen. Meine Gedanken kreisen nur um das Thema „Warum“ und ich komm auf keinen grünen Zweig.

 

Die Einstellung macht’s

Man kann sich nicht immer aussuchen wie ein Tag ist. Manche sind ruhig, andere sind regnerisch und manche sind richtig aufregend. Aber was man sich aussuchen kann, ist die eigene Einstellung – denn nicht jeder grau-in-grau-Asphalt-Lauf muss furchtbar sein!

Manchmal sind genau solche Läufe für einen selbst total wichtig. Sie spülen einem das Hirn frei, umso langweiliger, grauenhafter es sich anfühlt, umso befreiender der kann es für den Kopf sein. Denn wer hat schon Zeit nachzudenken wenn rundherum alles aufregend und schön ist? Nein, man braucht auch mal das Grauslige.

 

Auf ins Burgenland
#burgenlandextrem

Irgendwie erinnert es mich immer wieder an diesen Lauf im Burgenland letzten Januar: 60 km mit nahezu null Höhenmetern und alles ist grau: grauer Asphalt auf grauen Land mit grauem See und in eine dicke graue Nebelwolke gepackt. Richtig unangenehm. Und trotzdem war es ein sehr schöner Lauf. Er hat meinen Kopf geöffnet und die Langeweile hat meine Gedanken kreisen lassen – über Sachen, die in mir schlummern und nicht die, die ich beobachte.

 

Manchmal muss man diese grauen, grausligen Asphaltläufe nutzen, um den Kopf frei zu bekommen und sich klar zu werden was man will.

 

One Reply to “Monday thoughts | Kopfarbeit”

  1. es ist glaube ich maximal menschlich, dass es auch Phasen gibt wo es nicht läuft und man alles beginnt zu hinterfragen. Wie du schreibst braucht es genau in diesen Phasen immer ein Ziel das man vor Augen hat für das man wirklich arbeitet … sei es eine sportliches Event (bei mir ist es der München Marathon 2018 😉 ) oder ein Gewichtsziel etc. … bei dir mache ich mir aber überhaupt keine Sorgen, du hast ein komplettes Packet an Zielen 😉

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