ein ultramädchen im Fitness-Studio? Jaaa!

Dass ich mal ins Fitnessstudio geh, hät‘ wohl keiner gedacht. Immer war „Draußen“ mein Gym und schon beim Gedanken in eine muffige Muckibuden zu gehen, bin ich spontan noch 10 km extra gelaufen. Aber die klassischen Studios haben ihr Image und auch das Angebot schon längst geändert. Vorbei sind die Zeiten von reinen Muskel-Pump-Stationen und nahezu frauenleeren Studios. Mittlerweile gibt’s neben den Trainingsgeräten auch viele Kurse (Aerobic bis Zumba, Yoga und HiiT), Trainingsbereiche für Bodyweight Übungen und sogar ein Spa. Wem das nicht genügend Gründe für einen Besuch im Fitnessstudio sind, der sollte mal weiterlesen 😉

3 Gründe für Trailrunner auch mal ins Fitness-Studio zu gehen

1. Gezieltes Training & Entspannung

Auch wenn man in freier Natur oder daheim im Wohnzimmer geniales Krafttraining machen kann, aber so gezielt wie im Studio, bekommt man nirgends einen Muskelkater. Jeder hat seine Schwachstellen, wirklich jeder. Bei vielen Läufern ist es die Stabilität, oft fehlt auch die Kraft in den Armen und bei mir fehlt’s an allen Ecken und Enden. Ich laufe gut, aber der Rest scheint von Tag zu Tag schwächer zu werden. Das Alter zeigt eben schon seine Spuren 😀 (haha, die große 30 klopft eben schon an die Türe).

Außerdem kann man in einem Fitness-Studio auch in Kursen wie Yoga und Pilates entspannen oder mal was neues ausprobieren – Spinning zum Beispiel steht bei mir auf der To Do Liste.

 

2. Stabi ist alles – wirklich alles

Eines meiner ersten Learnings in puncto fehlendes Krafttraining war mein DNF beim Wolfgangseelauf 2015. Mein Rücken hat die Belastung nach über 30 km nicht mehr ausgehalten und fing an zu kneifen. Dieses Kneifen wurde immer mehr und strahlte in die Hüfte und weiter in die Beine. Das Resultat: Ich lag wie ein Embryo neben der Bundesstraße und meine Mama durfte mich auflesen. Mittlerweile weiß ich, wie wichtig ein starker Rücken ist.

Mein zweites großes Aha-Erlebnis (oder auch Aua-Erlebnis) kam mir letztes Jahr beim Mozart100: Zu wenig Kraft und Stabilität in den Beinen = Umknicken, Aua und damit leider auch wieder ein DNF irgendwo bei km 60 oder so. Vor dem Bewerb bin ich echt viel gelaufen und war gut im Training, aber das hat alles nichts geholfen. Seither steht Stabi-Training fix in meinem Kalender – wie oft ich’s dann wirklich mach… naja 🙂

Daheim vorm TV ist die Motivation zum Stabi-Training flüchtig und verschwindet manchmal einfach so. Komisch! Im vitaclub funktioniert das nicht so einfach. Da fällt’s auf wenn ich 30 Minuten am Boden sitze und mit leerem Blick aufn Monitor glotze. Dort schaff ich’s sogar 2-3x pro Woche mein Krafttraining durchzuziehen.

Und speziell für mich:

3. Rehabilitation

Nach meinem grandiosen Knie-Knix-Unfall diesen Mai ist ganz schön viel aufzuholen. Neben den Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen half mit Manuel auch mit dem Voodoo-Floss Tape auf die Sprünge. Das ist sowas wie Bondage für Sportler. Das Gelenk oder der Muskel wird mit einem Gummiband abgebunden, dann bewegt man den Bereich und nach einigen Minuten kommt das Band wieder ab. Das Flossing-Tape erinnert an ein starkes Theraband und wird unter Zug angebracht. Ist das Gelenk erst einmal abgebunden fühlt sich das eher unangenehm an, aber bringt  unter anderem folgende Vorteile:

  • erhöhter des Bewegungsspielraumes im Gelenk
  • die Schwellung wird regelrecht „rausgequetscht“
  • und wenn das Band runterkommt, wird das Gelenk mit frischer Flüssigkeit und Nährstoffen geflutet

Wie bereits gesagt – das Anbringen fühlt sich sehr unangenehm an und ich hab innerlich ziemlich Stress bekommen. Manuel hat mich beruhigt, denn das Gefühl ist ganz normal und es besteht kein Grund zur Sorge. Man kann das Band ruhig einige Minuten drauf lassen.  Dass man dieses Beklemmende Gefühl bekommt ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Mit dem Band am Knie konnte ich meine Kniebeugen viel tiefer machen als ohne und nach 10-20 Wiederholungen ist der Spuk schon wieder vorbei. Beim Abnehmen des Bandes schlägt das Gefühl um und es fühlt sich sehr befreiend und man spürt direkt, wie die Region geflutet wird. Es werden vermehrt frische Nährstoffe ins Gelenk gespült und das beschleunigt die Heilung. Nach jeder einzelnen Anwendung spürt man die Veränderung und jetzt kann ich mittlerweile schon wieder richtig flott rumlaufen.

* Danke an den Vitaclub, dass ich mich trotz anfänglicher Startschwierigkeiten unter eure Fittiche genommen habt und mich bei meinem Wieder-fit-werden unterstützt :*

 

2 Replies to “ein ultramädchen im Fitness-Studio? Jaaa!”

  1. Hahah ja das sind schon Argumente für das Fitnessstudio, aber ich gehe dennoch nur im Winterhalbjahr wenn es zu kalt/dunkel ist um nach der Arbeit noch draußen Sport zu machen ^^ Toi toi toi bei der Regeneration 🙂 LG

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