wie hilflos kann man als Hinkebein sein?

Hilfloser Total-Depp?

Als Hinkebein bewaffnet mit Krücken ist man komplett hilflos im Alltag. Kaffee aufm Sofa trinken? Dazu einen Kuchen und oooh Wasserglas in der Küche vergessen? Tja, wer beide Hände mit Krücken voll hat, muss erfinderisch werden. Gott sei dank gibts Rucksäcke, Schraubgläser und dichte Tupperdosen, Thermosbecher und liebe Menschen. Denn ohne die würde man die Kaffeetasse direkt vor der Maschine trinken müssen – so wie ich am ersten Tag allein daheim 🙂

Meine top Hinkebein-Tools:

1. Rucksack

Ohne Rucksack geht garnichts! Alles was man von A nach B transportieren will, muss in eine Tasche oder Rucksack. Klar, die letzten Jahre habe ich vom Trailrunning-Trinkgürtel bis zum extra-großen Pilgerrucksack so allerhand Rucksäcke gesammelt. Doch wenn man schon recht unsportlich humpelt, dann fühlt sich so ein Funktionsrucksack plötzlich garnicht mehr so passend an. Auch im Alltag mit pinkem Röckchen (weils die Schiene schön kaschiert) passt der Salomon Hydration-Belt irgendwie nicht so ganz.

Daher habe ich den Kamarg Rucksack lieben gelernt. Der sieht nicht nur hübsch aus und erinnert mich etwas an den alten Wanderrucksack meiner Tante, sondern ist mittlerweile auch schon wasserabweisend und bietet Platz für Laptop, Thermosbecher und Hundeleckerli.

2. Thermosbecher, Trinkflaschen und Tupperdosen

Wie schon oben beschrieben sind Getränke nicht gerade Krücken-freundlich, daher muss alles was man irgendwie nicht direkt „an der Quelle“ trinken möchte in ein dicht verschließbares Gefäß, ab in den Rucksack und damit zurück auf die Couch!

Selbiges gilt natürlich auch für’s Essen. Am besten gleich von der lieben Mama vorkochen lassen und aus der Transport-Tupperbox essen. Aber Achtung, wenn die Mama die Tupperdosen nicht schnell zurück bekommt, kenn sie kein Erbarmen – egal ob man noch „behindert“ oder schon wieder fit ist.

3. Hilfsarbeiter mit Herz <3

Das aller wichtigste Tool für Hinkebeinchen ist der Hilfsarbeiter. Er kocht, putzt, bringt Sachen an die Couch, hört sich das Gesudere an und ganz wichtig: er räumt alles vom Boden auf, was runtergefallen ist. Nebenbei muss er noch Wäsche waschen, den Garten pflegen und einkaufen. Er muss auch Schokolade und Kekse kaufen und sich dann beschimpfen lassen, weil ein Hinkebein ja keine Kalorien verbrennt und daher vom Süßkram dick wird. Jaja, der Hilfsarbeiter muss so einiges aushalten und daher starke Nerven und ein gutes Herz haben.

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